Sight Galerie Kunstberatung

Aktuelle Ausstellung

CHRISTIAN RUDOLPH - Skulpturen

Christian Rudolph

ab dem 15. August 2021

Der Bildhauer Christian Rudolph bezeichnet seine in der aktuellen Ausstellung präsentierten Werke als "Raumspuren". Die Inspiration für diese Arbeiten bekam er bei der Betrachtung einer bewegten Lichtquelle in der Dunkelheit. Er wollte diese Leuchtspuren in Metall nachempfinden und sie dingfest und greifbar machen.

Seine Formensprache beruht dabei auf geometrischen Grundformen, die durch Klarheit, Einfachheit und Nachvollziehbarkeit geprägt sind. In seinen Kunstwerken vereint sich Kreativität und höchstes handwerkliches Können und Präzision. Es entstehen Skulpturen aus Stahl, Eisen und Bronze, die trotz der Härte ihres Materials, Schwung, Leichtigkeit und Eleganz vermitteln. Sie scheinen zu tanzen, zu schweben und den Raum zu erobern. Sie fordern den Betrachter auf, ihrem Verlauf mit den Augen und mit den Händen zu folgen und sie von allen Seiten zu betrachten.
Wir erleben das lebendige Spiel mit Licht und Oberflächen, bei dem sich ständig wechselnde Eindrücke eröffnen. Rudolphs dreidimensionale Wandarbeiten sind Prägedrucke auf Bütten, die eine wunderbare Ergänzung zu seinen Skulpturen darstellen. Seine Werke sind auf nationalen und internationalen Messen und Ausstellungen zu sehen.

Die Galerie präsentiert darüber hinaus in dieser Ausstellung Werke auf und mit Papier von: Ernst Fuchs, Alfred Hrdlicka, Rudolf Hausner, Victor Vasarely sowie von James Francis Gill, Michele Concepción, Rupert Eder, Philine Görnandt, Ina Holitzka, Yvonne Behnke, Manfred Binzer, Tilo Kaiser und Jan-Ulrich Schmidt.

Vergangene Ausstellungen

FARBE ABSOLUT

Manfred Binzer - Rupert Eder - Ina Holitzka - Jan-Ulrich Schmidt

14. Mai - 01. August 2021 

Mit den Künstlern Jan-Ulrich Schmidt (Janus), einem der Hauptvertreter der dekonstruktivistischen Malerei, dem bekannten Farbflächenmaler Manfred Binzer, dem in Sammlerkreisen geschätzten Rupert Eder, der Transformationskünstlerin Ina Holitzka sowie dem 2019 mit dem Skulpturenpreis ausgezeichneten Bildhauer Jörg Bach hätte die Galerie auf der diesjährigen ART KARLSRUHE ein hochkarätiges Programm präsentiert. Da die Messe aus aktuellem Anlass abgesagt wurde, zeigen wir nun das um viele Kunstwerke erweiterte Messekonzept in den großzügigen Räumen der Galerie.

Die Werke der Künstler Binzer, Eder und Schmidt variieren stark in der jeweils verwendeten Technik. Allen gemeinsam ist jedoch die Auseinandersetzung mit Farbe, Form und Komposition. Eine konsequent aufeinander abgestimmte Auswahl bedeutender zeitgenössischer künstlerischer Positionen setzt der reizüberfluteten Welt mit einer Fülle an narrativen und illustrativen Bildern eine Kunstform entgegen, die an die Tradition der gegenstandsfreien Malerei der Moderne anschließt und sich auf das Wesentliche konzentriert. Vorbilder können zweifelsohne in den Werken der großen Farbfeldmaler und Malerinnen wie Helen Frankenthaler, Morris Louis, Mark Rothkos, Frank Stella, Kenneth Noland oder auch Barnett Newmann gesehen werden. Sie legten nicht nur die Basis für den Befreiungsschlag vom Motiv, sondern eröffneten auch neue Techniken.

Bei den Werken der hier gezeigten Künstler ist die Befreiung der Farbe vom Motiv, die Befreiung vom Gegenstand sowie die Befreiung von den Mitteln deutlich zu erkennen. Es geht um die Offenheit einer Seherfahrung, bei der die Sprache der Farbe zum eigentlichen Gehalt des Werkes wird.

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Der Künstler Jan-Ulrich Schmidt (JANUS) ist 1976 in Darmstadt geboren, lebt und arbeitet jedoch mittlerweile in der Schweiz. Sein Werk umfasst Malerei, Fotografie, Video und Plastik. Ihn treibt das Verlangen, hinter die bloße Erscheinung eines Kunstwerkes blicken zu wollen. Ihm geht es um die Farbe, vornehmlich um deren Anteil an der Beschaffenheit eines Gemäldes, an dessen Ausstrahlung, der Stimmung, die es vermittelt, und der Wirkung, die es auf den Betrachter hat. Er bedient sich der Gemälde anderer Künstler.

Es sind meist gegenständlich-figurative Arbeiten, darunter Werke von Caravaggio, Caspar David Friedrich, Monet, Picasso oder Jawlensky.  Darüber hinaus sind es auch häufig Originalwerke bekannter oder unbekannter Künstler aus privaten Sammlungen, deren Motive und Farben Schmidt zur Übersetzung in ein Farbstreifenbild inspiriert, bei dem sich der Künstler gänzlich von der Gegenständlichkeit löst. Den "Übersetzungen" liegt die jeweilige Analyse der Farben im Ausgangsbild zugrunde. Die herausgefilterten Farben werden von Hand aus den jeweiligen Pigmenten nachgemischt und mittels einer selbst entwickelten Schütttechnik auf die Leinwände gebracht. Diese Technik entspricht einer Version des DRIPPING, das einer amerikanischen Malereitradition entstammt. Hierbei läuft die Farbe die Leinwand hinunter und über ihren unteren Rand hinaus, wo sie deutliche Spuren der Konzentration und Verdickung hinterlässt.  Es scheint, als sei die Farbe noch flüssig und wolle weiter aus dem Bild heraustropfen. Dadurch erzeugen die Farbstreifen, trotz aller Statik, die sie vermitteln, den Eindruck, als blieben sie in Bewegung, im Fluss.  Die Farben in seinen Werken entwickeln gemeinsam einen Klang und eine Stimmung. Deutlich wird der Wiedererkennungseffekt zum Ausgangswerk alleine über das verwendete Farbspektrum. Schmidt komponiert die aus dem Ausgangsmotiv extrahierten Farben neu auf der Leinwand.

Es entstehen Streifenbilder, deren Größe exakt die Größe des jeweiligen Ausgangsmotivs aufgreift. Die beiden Werke stehen im ständigen Dialog miteinander. In den neueren Arbeiten collagiert Schmidt auch runde Farbscheiben, die aus getrockneter Farbe hergestellt oder Produkte ausgestanzter Leinwandteile sind. Hier spiegelt sich der Dialog von Strukturhaftigkeit und Strukturlosigkeit, von Ordnung schaffen und Ordnung ignorieren deutlich wider. Wie auch in seinen Streifenbildern geht es um das Dekonstruieren des Bekannten und die Rekonstruktion des alten, jedoch nach neuen Mustern, Regeln und Ordnungen. Der Vergleich von Vorbild und eigener Interpretation ist reizvoll, da er den Blick auf das vermeintlich Bekannte schärft. Von Nahem betrachtet, überwältigen die Streifenbilder aufgrund der ungebrochenen Intensität der Farben und der Strenge ihrer Linien. Bei eindringlicher Betrachtung beginnen die Werke, in Schwingungen zu geraten und scheinen sich nach vorne oder nach hinten auszudehnen. Jan-Ulrich Schmidt kombiniert in seiner Kunst mechanische und handwerkliche Technik, Geist und Geschick, Auge und Verstand und übersetzt die gegenständliche Malerei in eine neue ungegenständliche und ausdrucksstarke Form.

Bei den Werken von Manfred Binzer, aber auch bei denen von Rupert Eder strahlen die intensiv leuchtenden Farben in ihre Umgebung und werden als Farbenergien wahrgenommen, die sich nicht nur auf den Betrachter zubewegen, sondern sich auch als Farbbewegung in alle Richtungen auszudehnen scheinen, sich überlagern und überschneiden.

Die Werke von Manfred Binzer wirken luftig und leicht. Die transparenten Farben werden auf die weiße Leinwand geschüttet und gespritzt, sodass auch im vollendeten Werk die Bewegung der Ölfarbe auf dem Malgrund nachvollziehbar bleibt und beinahe den Eindruck vermittelt, als würde das Fließen nicht enden wollen. Binzer versteht es in eindrucksvoller Weise und individueller Ausprägung leichte transparente und gleichzeitig doch sehr dichte und  kraftvolle Werke zu schaffen, bei denen er durch entsprechende Schichtung regelrechte Farbräume entstehen lässt. Der Blick des Betrachters geht über die Vielschichtigkeit der Farbe und der Bewegung auf der Leinwand auf Wanderschaft und verliert sich in der Tiefe der entstandenen „Farblandschaften“.

Rupert Eder hingegen baut seine Werke mit dem spürbaren Gestus der Pinselführung auf. Die breiten Farbfelder fügen sich häufig aus mehreren nebeneinander gesetzten Pinselstrichen zusammen, die sich an den Eckpunkten oder Überschneidungen überlagern und dort zu neuen Farbmischungen und –wirkungen führen. Der Pinsel wird in ganzer Breite über die Leinwand geführt und bestimmt somit die Dimension der Form. Konkreter (im engsten Sinne des Wortes) kann der Bezug zwischen Arbeitsgerät und Erscheinungsbild der Arbeit kaum definiert werden. Der Künstler führt den Betrachter durch seine Malerei in die Welt der reinen Erscheinungen und will durch die positive Kraft und Energie der Farben sowie der Schwingungen emotionale Reaktionen auslösen. 

Ina Holitzka transformiert wie Schmidt einen realen Bestand. Bei ihr sind es architektonische Formen und Strukturen, die sie fotografiert und dann dekonstruiert. In Schichten, Überlagerungen und Überschneidungen werden sie anders komponiert. Die Künstlerin lässt Räume  neu entstehen und schärft das Bewusstsein für die Ästhetik dort, wo wir sie vielleicht nicht vermuten. Architektur dient Ina Holitzka als unmittelbarer inspirierender Formen-Fundus.

Sie baut eine Gegenwelt auf, die der wirklichen Architektur eine fiktive entgegensetzt. Ihr Interesse am Raum gilt seiner materiellen wie auch immateriellen Dimension: gebaute Räume, Zwischen-Räume, Zeit-Räume, Denk-Räume. Auf der ART KARLSRUHE zeigt die Galerie SIGHT aktuelle Werke aus ‚PASSAGE... on-site / vor Ort‘. Das Kunstprojekt basiert auf der fortschreitenden baulichen Veränderung einer Mega-Baustelle. Die verschwindenden und sich überlagernden Schichten der einzelnen Bauabschnitte sind in einem fotografischen Fundus archiviert. Ausgewählte Ansichten transformiert Ina Holitzka mit ihren künstlerischen „Mass-Nahmen“ und überführt sie in eine vielschichtige Bildsprache.

Gezeigt werden außerdem neue Skulpturen der Künstlerin Tina Heuter.

FRAGMENTS OF THE PAST
Vier Künstler - Vier Positionen

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24. Oktober 2020 - 13. Mai 2021

James-Francis Gill (USA), Jan-Ulrich Schmidt (Deutschland) SAXA (Deutschland) und Ngo van Sac (Vietnam) verbindet bei aller Verschiedenheit Ihrer künstlerischen Ausdrucksformen das Thema der Fragmentierung. Das jeweils gewählte Ausgangsmotiv wird in der dem Künstler eigenen Weise in Einzelteile zerlegt. Dabei wird der Bezug zum Vorbild nie ganz aufgegeben.

James Francis Gill (1934) ist einer der letzten noch lebenden Pop-Art Künstler der ersten Stunde. Internationale Anerkennung erreichte er, als das Museum of Modern Art New York im Jahr 1962 sein berühmtes "Marilyn Triptych" ausstellte. Seine Motive werden in farbintensive Fragmente zerlegt und beeindrucken durch ihre starke Ausdruckskraft.
Jan-Ulrich Schmidt (1976) übersetzt Vorbilder der Kunstgeschichte in einen Farbstreifencode, dem eine Analyse der Farben im Ausgangsbild zugrunde liegt. In einer selbst entwickelten Schütttechnik werden die Farben neu sortiert auf die Leinwand gebracht.
Der Künstler SAXA (1975) zerlegt seine Motive in Buchstaben. Bild und Text stehen dabei im Wechselverhältnis, was eine außergewöhnliche Spannung seiner Werke erzeugt.
Ngo Van Sac fragmentiert das Porträt großer Idole und lässt diese aus hundertfach gereihter Holzklötzchen, die farbig angelegt oder collagiert werden, wieder-entstehen. Dabei spielt er nicht nur mit der Farbe, sondern auch mit der Dreidimensionalität.

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In der kommenden Ausstellung "FRAGMENTS OF THE PAST - Vier Künstler - Vier Positionen" werden wir erstmals unter anderen einige Kunstwerke des Pop-Art-Künstlers „James Francis Gill“ präsentieren.

James Francis Gill wurde 1934 in Tahoka, Texas geboren. Anfang der 60er-Jahre verließ er Texas und zog nach Los Angeles, Kalifornien. Heute lebt und arbeitet er wieder in Texas. Gill gilt in der Fachliteratur als bedeutender Mitbegründer der Pop-Art und ist einer der letzten noch lebenden Künstler dieser Bewegung. Die Unterstützung seines ersten Galeristen Felix Landau war entscheidend für Gills frühen Eintritt in wichtige private und öffentliche Sammlungen. Felix Landau war einer der angesehensten Kunsthändler dieser Zeit, mit Galerien an der West- und Ostküste. Bekannte Printmedien, wie z.B. das TIME Magazine, beauftragten Gill mit der Gestaltung ihrer Titelseiten. Hollywood-Stars wie John Wayne und Tony Curtis wurden von ihm portraitiert. Während seines Aufenthalts in Los Angeles wurden seine Gemälde und Zeichnungen in die Sammlungen des New Yorker Museum of Modern Art (MoMA), des Art Institute of Chicago, des Whitney Museum of American Art, New York, sowie von vielen Museen an der Westküste aufgenommen.

Große nationale Konzerne wie die Mead Corporation und die Time-Life Corporation kauften seine Gemälde für ihre Sammlungen. Kurz nach dem Tod von Marilyn Monroe im Jahr 1962 nahm das Museum of Modern Art, New York das Marilyn Triptych in seine ständige Sammlung auf. Das Marilyn Triptych zählt zu den zentralen Werken in Gills Gesamtwerk. Bereits 1967 wurde James Gill zusammen mit Künstlern wie Andy Warhol, Robert Indiana, Jasper Johns, Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg, Claes Oldenburg und Edward Hopper ausgewählt, um die Vereinigten Staaten in Brasilien bei einer der wichtigsten Kunstausstellungen der Welt, der „Sao Paulo 9 Biennale“ zu vertreten.

Die folgenden neuen Sammlermappen von James Francis Gill aus seiner Serie "The Collector´s Edition" sind ab sofort für Sie in der Galerie verfügbar und werden Ihnen an diesen Abenden präsentiert.

JAMES FRANCIS GILL "THE COLLECTOR´S EDITION"

Das Box-Set: WOMEN AND MEN IN CAR.

Mappenwerk mit 7 handsignierten und nummerierten Serigrafien nach Gemälden

aus den 60’er-Jahren.

Größe: 75 x 60 cm

Das Box-Set ist limitiert auf 100 Exemplare.

Ein Teil der Gesamtauflage kann als Einzelblatt erworben werden.

Das Box-Set: MARILYN MONROE

Mappenwerk mit 10 handsignierten und nummerierten Serigrafien des Portraits

von Marilyn Monroe in unterschiedlichen Farben auf Büttenpapier.

Größe: 60 x 45 cm

Erscheinungsjahr: 2019

Das Box-Set ist limitiert auf 150 Exemplare.

Ein Teil der Gesamtauflage kann als Einzelblatt erworben werden.

Das Box-Set: ROLLING STONES

Mappenwerk mit 5 handsignierten und nummerierten Serigrafien auf

Büttenpapier in jeweils separaten Mappen.

Größe: je 60 x 45 cm

Neuerscheinung Herbst 2020

Das Box-Set ist limitiert auf 200 Exemplare.

ARTIST POSITIONS 2020

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12. Juli - 27. September 2020

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Nach dem grossen Erfolg der ARTIST POSITIONS 2019, die im Flare of Frankfurt stattgefunden hat, präsentieren wir auch in diesem Jahr ausgewählte Werke unserer nationalen und internationalen Künstler. Aufgrund der aktuellen Situation wird die Ausstellung dieses Mal in den Räumen der Galerie stattfinden.

Gezeigt werden u.a. neue Kunstwerke von Manfred Binzer, Franziska Haslinger, SAXA, Ngo van Sac, Philine Görnandt, Yvonne Behnke, Tilo Kaiser, Ina Holitzka, sowie Skulpturen verschiedener Künstler. Mit einer breiten Auswahl anspruchsvoller künstlerischer Positionen bieten wir eine eindrucksvolle Werkschau.

INA HOLITZKA - transform

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01. März - 26. Juni 2020

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Ina Holitzka zeigt in der Ausstellung ‚transform‘ frühe und aktuelle Werke aus 30 Jahren architektonischer ‚Verortung‘.

Nach Vilém Flusser ist der gebaute Raum organisch wie „eine lebende Haut, die Informationen aufnimmt, sie speichert, verarbeitet, um sie weiterzugeben.“ Der architektonische Raum ist unsere äußere Abgrenzung neben Haut und Kleidung. Wir bewegen und organisieren uns in ihm und werden von ihm organisiert und bewegt.

Architektur dient Ina Holitzka als unmittelbarer inspirierender Formen-Fundus. Sie erfindet nichts, sondern läßt die Dinge selbst sprechen - ganz unmittelbar und zum Teil maßstabsgetreu. Ihr Fokus liegt auf dem Bodenbereich, von dem räumlichen Fragment einer Raumecke bis hin zu den schnell getakteten baulichen Veränder-ungen einer Mega-Baustelle. Ina Holitzka experimentiert mit unterschiedlichen Sehweisen, Materialien und Medien. Architektonische Formen werden transformiert aus einem Aggregatszustand in einen anderen. Sie baut eine Gegenwelt auf, die der wirklichen Architektur eine fiktive entgegensetzt. Ihr Interesse am Raum gilt seiner materiellen wie auch immateriellen Dimension: gebaute Räume, Zwischen-Räume, Zeit-Räume, Denk-Räume.

Was bewirkt Verortung und der Schritt, der den Raum in Frage stellt und erweitert?

In der Ausstellung ‚transform‘ zeigt Ina Holitzka aktuelle Werke aus ‚PASSAGE... on-site / vor Ort‘. Das Kunstprojekt basiert auf der fortschreitenden Bodennahme und ihrer baulichen Veränderung direkt vor ihrem Atelier im Frankfurter Ostend. Die aufgezwungene Direktheit einer Baustelle sensibilisiert für Verortung. Erst als Ärgernis wahrgenommen, mündet dies in Faszination und Obsession für deren plastische und innere Gestalt. Eine bauliche, städtische und gesellschaftliche Reflexion vor Ort, gepaart mit der Ambivalenz von Zerstörung, Versiegelung, Chaos, wie auch der vielfältigen Materialität und ihren Farbigkeiten, den erscheinenden Strukturen und schnell getakteten Wandlungen. Die verschwindenden und sich überlagernden Schichten der einzelnen Bauabschnitte sind in einem fotografischen Fundus archiviert. Ausgewählte Ansichten transformiert Ina Holitzka mit ihren künstlerischen Mass-Nahmen und werden in eine vielschichtige Bildsprache überführt. Einige Motive landeten als reale Projektion zeitlich versetzt zurück auf ihrem Ursprung und ‚bekleiden‘ so die neu entstandenen Wände und Bauteile wie eine Haut. Weitere Ansichten gelangten mittels Projektion auf Materialien, die vor Ort verwendet worden, oder auf spezielle Landkarten. Das Kunstprojekt PASSAGE... mit seinen komplexen Annäherungen ist ein Dialog und Transformation von Bauhandwerk und Technik in konstruktive Poesie.

Weiter zeigt Ina Holitzka frühere Arbeiten aus der Werkgruppe ‚BALKENTAKT‘. In den achziger Jahre beschäftigte sich die Künstlerin mit architektonischen Elementen wie Ecken, Pfeiler, Treppen und einem freistehendem Dachstuhl. Diese formte sie mit dünnen Papieren ab und stellte den Abformungen ihr fotografisches Abbild im Negative gegenüber. Den Zwang zur Transformation radikalisiert Ina Holitzka, indem sie, geleitet von ihren bildnerischen und fotografischen Erfahrungen, die jeweils totale Umkehrung sucht. Auf der Suche nach den Schnittstellen verschiedener Wahrnehmungsmodelle, entwickelt Holitzka ein starkes Interesse am Raum und zwar nicht nur in seiner materiellen, sondern auch immateriellen Dimension. Die Auseinandersetzung dieser Räume bildet die Basis ihrer Arbeiten.

In der Werkphase COME & GO, mit ihren Wort-Verortungen, tauchen Elemente und Arbeitsgänge aus früheren Werkgruppen Holitzkas gewandelt und gereift wieder auf. Die 2004 erstmals eingesetzten Texttafeln mit Imperativen um KOMM und GEH sind neu aufgeladen und stellen eigenständig Fragen nach Perspektive, Position und Gefühlslage.

Die Werkgruppe Simili-Poesis arbeitet mit einer fotografischen Weitererkundung der Simili-Parzellen mit Hilfe von Licht, Schatten und Bewegung wie auch die des Fotografen beim Ausloten der Perspektive. Diese Parzellen sind 1:1 Papier Abformungen eines uralten, karrenden, eichenhölzernen Fußbodens des Ausstellungsraumes in Kunstverein Aschaffenburg.Die Idee der ‚Similis‘, d.h. ‚ähnlich‘ auf Lateinisch, verweist auf ein Grundmass, Modul, eine Grundidee oder Verwandtschaft. ‚Poesis‘ nach der Altgriechischen Herkunft des Wortes ‚Dichtung‘, bedeutet ‚machen, erschaffen‘. Das Werk erschafft sich erneut selbst in veränderter, doch ‚ähnlicher‘ Weise und Umgestaltung, wie Lesbarkeit.

Das Spiel mit dem Fragment und die Irritation der Wahrnehmung des uns umgebenden Raumes, seines Körpers und unserer Sprache eröffnet Ina Holitzka Perspektiven, sich und andere in neuem Kontext zu erleben und zu begreifen.Das Arbeiten vor Ort schafft eine intensive Wahrnehmung auf Ebenen

- wie das Dazwischen aller Dinge, Räume, auch Zwischenräume
- wie den Menschen, seine Gedanken und
- Zeiträume

Die Suche nach den Schnittstellen verschiedener Wahrnehmungsmodelle wie Perspektive, Material und ‚Begreifen‘ bildet das Fundament für ein Spiel mit:

Distanz - Nähe, Innen - Aussen, Bild - Abbild, Positiv - Negativ, etc.

Nicht das ‚entweder - oder‘, sondern das ‚sowohl - als auch‘ interessieret Ina Holitzka und fordert heraus.

Die Welt gewinnt an Wirklichkeit!

PHILINE GÖRNANDT - structure

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10. Oktober 2019 - 05. Januar 2020

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Die Bildhauerin PHILINE GÖRNANDT findet ihre Inspiration in der Natur. Die hier entdeckten Strukturen setzt sie künstlerisch um. Weiche fließende Formen, reliefartige Oberflächen und Strukturen werden zum Thema ihrer Arbeit.

In Zeiten eines immer größer werdenden Bewusstseins über die Endlichkeit des natürlichen Gefüges möchte sie mit ihrem Werk eine bewusste Position der ästhetischen Konservierung einnehmen. Ihre künstlerische Arbeit setzt sich mit diesem Prozess auseinander. Sie lässt ihre Kunstwerke Schicht für Schicht wachsen. Die bewusste Wahl des Materials Papier gibt ihnen einen filigran zerbrechlichen Anschein. Nass in nass mit einer speziellen Leimung fügt sie das handgeschöpfte Papier um Papier in hunderten Einzelteilen innerhalb eines langwierigen Wachstumsprozesses zu einem großen Ganzen zusammen. Ihre Werke geben bei näherem Betrachten einen faszinierenden Einblick in die einzigartige Bearbeitungs- und Herstellungstechnik. Scheinbar zerbrechlich in dünnen Schichten "gewachsen" entsteht ein in sich harmonierendes System, das in seiner gesamten Anordnung zwar empfindlich und verletzlich wirkt, aber durch die individuelle Arbeitsweise am Ende eine stabile Haptik aufweist. In Verbindung mit der Wahl ihrer Motive, die sich nach natürlichen Vorgaben richten, der bewussten Verwendung des Materials Papier und dessen scheinbarer Instabilität, die aber bei genauem Hinsehen einer unglaublichen Festigkeit weicht, erschafft Philine Görnandt mit ihren Kunstwerken eine greifbare Hommage an die Ästhetik der Natur.

Ihre eindrucksvollen skulpturalen Objekte, Wandreliefs und faszinierenden Leuchtkörper sind Teil zahlreicher Privatsammlungen und wirken als Installation im öffentlichen Raum.

MANFRED BINZER - colours

No.24; Landschaft; 160 cm x 250 cm; 2016

23. Mai - 12. September 2019

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Die Werke Manfred Binzers sind lyrisch-abstrakt, kraftvoll und stark - es sind ästhetische Ereignisse. Die Farben finden als transparente Schichten auf der weißen Leinwand ihren Platz und treten hier in einen lebhaften Dialog miteinander. Binzers Malerei möchte nichts darstellen als Farbe und Form, die sich vor dem Auge des Betrachters in Schwingung versetzen. Wie abstrakte Partituren entwickeln sich Farbklangbilder, mit „feinen Verästelungen, schwingenden Konturen und tonalen Inseln“ (Dr. Martin Stather). Der malerische Entstehungsprozess ist meist nachvollziehbar – die Farbe wird zur Fläche, indem der Künstler ihr entweder in freier Farbsetzung oder in Farbschüttung einen Raum schafft.

Manfred Binzer hält in seinen atmosphärischen Werken flüchtige Impressionen fest, die Ausdruck von Lebensfreude und spontaner Vorstellungskraft sind. Seine beeindruckenden Arbeiten hängen in zahlreichen namhaften privaten und öffentlichen Sammlungen.

 

Unsere Künstler

James Francis Gill

James Francis Gill

SAXA

Bernd Wolf

Ina Holitzka

Ina Holitzka

JANUS

Manfred Binzer

Manfred Binzer

Franziska Haslinger

sight

Franziska Haslinger

Yvonne Behnke

Yvonne Behnke

Philine Görnandt

Philine Görnandt

Tilo Kaiser

Tilo Kaiser

Ngo van Sac

Rupert Eder

Rupert Eder

Christian Rudolph

Christian Rudolph

Tina Heuter

Tina Heuter

Alexander Heil

Alexander Heil

Die Galerie

Im Zentrum des pulsierenden Rhein-Main Gebietes präsentiert sich die Galerie in den stilvollen Räumen einer denkmalgeschützten Jugendstilvilla. Mit einem hochwertigen und selektierten wechselnden Programm zeitgenössischer Kunst sowie der Kunst nach 1945 bieten wir ein breites Spektrum.

Neben der ständigen Ausstellung werden regelmäßig nationale und internationale Künstler im Rahmen von Einzelpräsentationen vorgestellt.

SIGHT – der Name ist Programm, denn unser Wunsch ist es, Ihnen die Freude und Begeisterung an der Kunst und deren weitreichender Bedeutung innerhalb unseres Alltags zu vermitteln. Indem Künstler den Sinn der Kunst jeweils neu erfinden und dafür eigene Lösungen anbieten, ist das einzelne Kunstwerk oftmals nur schwer zu verstehen. Wir möchten Ihnen den Weg vom reinen ANBLICK zum EINBLICK in das Kunstwerk erleichtern.

SIGHT bedeutet in der Übersetzung Anblick und Sehenswürdigkeit, also des Sehens würdig. Kunst kann unsere Sinne berühren, uns bewegen, motivieren und sie kann neue Sichtweisen eröffnen. Kunst ist kein Luxus, sondern sie kommuniziert Werte, Verhaltensmodelle und Weltanschauungen. Sie ist somit nicht nur ein Spiegel der Kultur, sondern sie verhilft dem Betrachter zur Erkenntnis dort, wo er sich auf die Seherfahrung einlässt.

Unsere Ausstellungen werden daher ergänzt durch Vorträge, Diskussionsrunden und Begegnungen mit den Künstlern, die es Ihnen ermöglichen, sich der Kunst und den Künstlern inhaltlich leichter zu nähern.

Kunstberatung

Die Kunst, mit der Sie sich umgeben, sollte Ausdruck Ihrer eigenen Persönlichkeit sein. Dazu ist es wichtig, zu erkennen, welche Art von Kunst, welches spezifische Kunstwerk zu Ihnen, Ihrem Interieur und zu der Architektur der Räume, in denen Sie sich aufhalten, passt. Um das ausgewählte Werk bestmöglich zur Geltung zu bringen, sollte es richtig platziert und akzentuiert werden. Dabei gilt es eine Vielzahl an Komponenten zu beachten.

Wir bieten daher eine professionelle und individuelle Beratung.

Im engen Dialog mit Ihnen entwickeln wir unter Berücksichtigung des vorgegebenen Budgets Konzepte und Lösungen für Ihre ganz persönlichen Wünsche, Vorlieben und Bedürfnisse.

Die sichere Entscheidung für ein Kunstwerk oder eine Kunstsammlung ist das Ergebnis zielgerichteter Gespräche, Informationen und Präsentationen ausgewählter Exponate. Bei Bedarf befördern und begleiten wir die Realisierung individueller Auftragsarbeit.

Auf Wunsch bieten wir Ihnen die Organisation und Umsetzung eines „Art-Events“. In Ihrem privaten Umfeld übernehmen wir die professionelle Einführung in Ihre Kunstwerke. Für das entsprechende Catering stehen uns kompetente Partner zur Verfügung.

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Über mich

Sabine Dorothee Krempel

Kunstberatung

Schon als Kind entdeckte ich meine Begeisterung für die bildenden Künste. Daher folgte nach der Ausbildung zur Verlagskauffrau das Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Geschichte. Neben der wissenschaftlichen Arbeit zum Werk Alexej von Jawlensky, widme ich mich nun als Galeristin neben der Klassischen Moderne auch der Kunst nach 1945 sowie den zeitgenössischen Kunstströmungen. Die Galerietätigkeit eröffnet mir dabei die Möglichkeit, ein interessiertes Publikum für die Kunst und deren Wirkung auf uns zu sensibilisieren und zu begeistern.
Als Vorsitzende der Wolfgang Arnim Nagel-Stiftung honoriere ich zudem die Leistungen junger künstlerischer Talente mit der regelmäßigen Vergabe des dotierten Wolfgang Arnim Nagel-Förderpreises.

News

Eröffnungswochenende
FARBE ABSOLUT

14. (16-19 Uhr) /15./16. Mai (je 12-18 Uhr) 


Damit wir allen aktuellen Anforderungen in den Räumlichkeiten nachkommen können, wird um vorherige Anmeldung gebeten. Aufgrund der Vielzahl der Räume und der Möglichkeit einer guten Durchlüftung können wir beste Voraussetzungen bieten. 

Painting by Rupert Eder

KUNST EXKLUSIV


Da die großen Kunstmessen in diesem Jahr nicht oder nur unter ausgesprochen schwierigen Umständen stattfinden und der Besuch von Vernissagen unter den aktuellen Umständen nicht von jedermann gewünscht wird , haben wir nach neuen Wegen gesucht, unseren interessierten Gästen dennoch die Möglichkeit zu bieten, sich der Kunst zu nähern und sie direkt und unmittelbar zu erleben und auf sich wirken lassen zu können.

In kleinen Gruppen möchten wir Ihnen in ungezwungener Atmosphäre die Werke unserer Künstler zeigen, Sie in deren Arbeitsweisen einführen und Sie über ganz besonders interessante  Werke informieren. Dabei werden wir auch über  das Thema Kunst als Investment sprechen.

Warum gerade jetzt in Kunst investieren?

In solchen wirtschaftlich turbulenten und krisengeprägten Zeiten, in denen andere Anlagevarianten zunehmend hinterfragt werden, zeigt sich eine Anlagenvariante bisher in ihrer Wertsteigerung als sehr beständig: Die Kunst!

Sollten Sie Interesse haben, an KUNST EXKLUSIV teilzunehmen, lassen Sie uns dies bitte unter sabine.krempel@sight-art.de wissen.

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Um Sie noch besser und schneller über aktuelle Veranstaltungen sowie über Werke unserer Künstler informieren zu können, sind wir nun auch auf INSTAGRAM.
Hier werden auch von Zeit zu Zeit Einblicke "hinter die Kulissen" gezeigt.

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