sight Franziska Haslinger
Franziska
Haslinger

Franziska Haslinger (*1936, Berlin) widmet sich seit Jahrzehnten mit Konsequenz der konkreten Kunst. Dabei findet sie vielfältige Ausdrucksformen.

Gegen die Reizüberflutung der Welt setzt Haslinger bewusst auf Reduktion der Bildform, auf  Klarheit in der Ausdrucksform, auf die Stille und die Einfachheit. Gestalterische Elemente ihrer Arbeiten sind Linien, Flächen, Raum und Farbe.  Auf der Suche nach „EINFACHHEIT“ lässt sie diese Elemente immer wieder neu in Interaktion treten. Mit der Raumwand im Hintergrund ihrer Werke und dem Licht, das auf sie fällt, bedient sie sich zwei weiterer Wirkungsfelder. Haslinger schärft den Blick auf konkret Vorhandenes, denn die Bildelemente haben keine andere Bedeutung als sich selbst. Sie sollen keinen Bezug zu realen Gegenständen herstellen, sind weder Symbol noch Naturabbild.

Es entstehen „Schattenobjekte“ aus einfachen geometrischen Formen,  bei denen die Werke mit ihrem eigenen Schattenbild eine Einheit eingehen und als solche wahrgenommen werden sollen. Der Schatten, der beweglich ist und sich mit dem Stand des Betrachters verändert, ist die Folge der Knicke und Faltungen des Objektes. Es sind Wandreliefs, die insbesondere durch die Entstehung ihres Schattenbildes den Raum erobern.

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Die klassische KONKRETE KUNST behandelt Farbe als Masse. Farbe muss  makellos sein, damit die Form des Objektes in seiner Wirkung nicht beeinträchtigt wird.

Im Gegensatz dazu spielt bei Franziska Haslinger das Antlitz von Farbe in Verbindung mit Papier eine große Rolle. Sie verwendet seit den späten 90er Jahren Spanplatten, die mit transparentem Seidenpapier überspannt und monochrom gefasst werden.    Die bewegte Oberfläche entsteht durch den jeweiligen Zuschnitt des Seidenpapiers und dessen Anordnung auf der Fläche sowie durch den Wechsel von transparenter Schichtung und farbiger Lasur. Die Textur des Klebers verändert zudem die Oberfläche und lässt „Farbklänge“ entstehen, die der Ölmalerei fremd sind. Die Farbe beginnt sich mit jedem neuen Auftrag zu verselbständigen und erhält ein Eigenleben. Wie eine zarte Haut legt sie sich um die harte Fläche des Arbeitsgrundes, bildet Falten oder zerreißt und gibt so den Untergrund und dessen Struktur frei. Dabei ergeben sich feinste Abtönungen, Helligkeits- und Strukturunterschiede, die sich insbesondere durch Licht und Schatten vor dem Auge des Betrachters  entfalten. Somit verbindet Haslinger optische und haptische Qualitäten miteinander und verleiht der Oberfläche ein räumliches Eigenleben.

Auch hier geht Haslinger ihren eigenen Weg innerhalb der KONKRETEN KUNST, bei der nämlich die Idee nicht aber die Umsetzung dieser an die Handschrift des Künstlers gebunden ist. Die Werke der Ausstellung zeigen deutlich, dass bei aller Selbständigkeit des Materials doch die Handschrift der Künstlerin erkennbar bleibt und für die Aussage des jeweiligen Werkes maßgeblich ist.

Biografie

1936Geboren in Berlin
1956Schulabschluss in Hanau und Studienbeginn an der Akademie der bildenden Künste, Wien
1959Studienabschluss in Wien
1960Diplom der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt, Wien.
Tätigkeit als Werbegrafikerin in verschiedenen Werbeateliers in freier Mitarbeit in Wien und Oberösterreich
1963Rückkehr nach Hanau/Frankfurt, werbegrafische Tätigkeit und freie Malerin
1972Freischaffende Malerin, lebt und arbeitet in Hanau

Ausstellungen

Biografie

1936Geboren in Berlin
1956Schulabschluss in Hanau und Studienbeginn an der Akademie der bildenden Künste, Wien
1959Studienabschluss in Wien
1960Diplom der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt, Wien
1960Tätigkeit als Werbegrafikerin in verschiedenen Werbeateliers in freier Mitarbeit in Wien und Oberösterreich
1963Rückkehr nach Hanau/Frankfurt, werbegrafische Tätigkeit und freie Malerin
1972Freischaffende Malerin, lebt und arbeitet in Hanau

Ausstellungen

Wandarbeit

"Eckpunkt", Wandarbeit

"Halbwert", Wandarbeit

Wandarbeit

Wandarbeit

"Halbwert", Wandarbeit

Wandarbeit

Wandarbeit

Wandarbeit

"Hand in Hand", Wandarbeit

Wandarbeit